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05.02. 2012
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Sprachstil: Der Gebrauch des Konjunktivs IText: Redaktion sprache-kompakt Aussagen eines Sprechers können auch Informationen aus zweiter Hand enthalten. Mit dem Konjunktiv I weist der Sprecher formal darauf hin, dass er einen Sachverhalt nicht aus eigenem Wissen heraus wiedergibt, sondern sich auf die Aussagen eines anderen beruft. Die Bildung des Konjunktivs I er/sie/es kaufe (Präsens: kauft)
er/sie/es gehe (Präsens: geht) Sehr selten gibt es Konjunktiv-I-Formen auch für die erste und zweite Person Singular sowie für die zweite Person Plural. du habest (Präsens: hast)
ihr habet (Präsens: habt) ich wisse (Präsens: weiß) Eine für alle Gesprächsrollen durchgängig eigene Form weist der Konjunktiv I lediglich beim Verb "sein" auf. ich sei
du seist er/sie/es sei wir seien ihr seiet sie seien Referierte Inhalte können außer einer neutralen Tempus-Perspektive auch Bezüge zur Vergangenheit beziehungsweise Zukunft haben. Die Markierung der entsprechenden Verbformen erfolgt hier über die Hilfsverben "haben", "sein" und "werden". Er sagt, er habe die Maßnahmen schon eingeleitet.
Er sagt, er sei in der Besprechung gewesen. Er sagt, er werde die Maßnahmen rechtzeitig einleiten. Gebrauch des Konjunktiv I Die Zeitung schreibt, es hätte ein schweres Unglück gegeben.
(besser: Die Zeitung schreibt, es habe ein schweres Unglück gegeben.) Die Zeitung schreibt, es hat ein schweres Unglück gegeben. Die Zeitung schreibt, dass es ein schweres Unglück gegeben hat. (besser: Die Zeitung schreibt, dass es ein schweres Unglück gegeben habe.) Sprachliche Nuancen Die FAZ schreibt, es habe einen Ehestreit in der Ludwigstraße gegeben.
Die Bild-Zeitung schreibt, die Eheleute wären mit Äxten aufeinander losgegangen. Korrekter Sprachgebrauch Sie sagten, sie führen im Sommer in Urlaub.
Sie sagten, sie würden im Sommer verreisen. Formelhafte Rede Gott sei seiner armen Seele gnädig.
Möge das Glück ihm stets wohlgesonnen sein. Seien wir doch mal ehrlich ... Man nehme 100 Gramm Zucker ... ... komme, was da wolle. Da sage nur einer, es gebe keine Gerechtigkeit mehr.
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