05.02. 2012
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Die Zeichensetzung: Ausrufezeichen

Text: Redaktion sprache-kompakt

Das Ausrufezeichen schließt einen Befehls- beziehungsweise Ausrufesatz ab. Mit einem Ausrufesatz verleiht der Schreiber dem Inhalt eines Ganzsatzes einen besonderen Nachdruck. Vor allem Befehle, Aufforderungen, Grüße, Wünsche, Ausrufe oder Anreden zählen zu dieser Kategorie.

Geh zur Schule!
Du gehst heute zur Schule!
Den Rasen nicht betreten!
Guten Morgen!
Hoffentlich mussten Sie nicht allzu
lange warten!
Das ist ja wirklich toll!
Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kollegen!

Freistehende Zeilen
Um einer Aussage einen besonderen Nachdruck zu verleihen, kann auch in freistehenden Zeilen, etwa bei Überschriften oder Titeln, ein Ausrufezeichen stehen.

Rentenerhöhung schon ab 2008!
Frieden in Nahost!

Anrede in Briefen
Bei Anreden in Briefen kann statt des regulären Kommas auch ein Ausrufezeichen stehen.

Sehr geehrte Frau Müller!
Wie telefonisch bereits abgesprochen ...
 
Sehr geehrte Frau Müller,
wie telefonisch bereits abgesprochen ...

Schwache Aufforderungen und formelhafte Wendungen
Bei Bitten, Aufforderungen ohne besonderen Nachdruck oder formelhaften Wendungen steht in der Regel ein Punkt statt des Ausrufezeichens.

Reich mir doch bitte mal die Butter.
Geh doch schon mal vor.
Setzen Sie sich doch.
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